Topspiel DJK Stappenbach-TSV Staffelstein
 
 
Bezirksliga Oberfranken/W., 10. Spieltag, 05.11.2011
 
DJK Stappenbach -
TSV Staffelstein
2:3 (2:3)
 
 


Ein Dreier für den doppelten Nico


Bernd Riemke
Die beiden besten Mannschaften der Bezirksliga Oberfranken/West trafen sich zum direkten Vergleich und sollten die wenigen Zuschauer nicht enttäuschen. Diese bekamen ein packendes, gutklassiges und bis in die letzte Minute spannendes Gipfeltreffen zu sehen, das in den Gästen einen glücklichen, aber keinesfalls unverdienten Sieger fand.

Aus Stappenbach Bernd Riemke
Den größten „Sieg“ feierte TSV-Trainer Robert Licht freilich bereits am gestrigen Freitag. Seine Gattin Jennifer brachte um 17.34Uhr den 53cm großen und 3600g schweren Stammhalter Nico zur Welt. Anpfiff gratuliert den stolzen Eltern auf diesem Wege auf das Herzlichste. Die sportliche Leitung beim einzig verbliebenen Verfolger des Spitzenreiters übernahm ebenfalls Nico – Co-Trainer Nico Günther, der vor der Partie jeglichen Druck von seiner Mannschaft nahm. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Dieses zählt auch dazu“, sah er seine Damen trotz eines Drei-Zähler-Rückstandes auf die bislang verlustpunktfreie DJK aber noch nicht in Zugzwang. Dass die Adam-Riese-Städter am Ende aufgrund des besseren Torverhältnisses doch ihren Kontrahenten an der Tabellenspitze überflügelten hatten sie einer famosen ersten Halbzeit zu verdanken, in der sich die Ereignisse förmlich überschlugen.

Tore (fast) im Doppelpack

Vor exakt 40 Zuschauern begann die Partie direkt mit einem Paukenschlag. Nach einem weiten Einwurf zeigte sich die DJK-Hintermannschaft reichlich unsortiert. Annika Lulei nutzte die Gelegenheit, hatte aus etwa 15 Metern plötzlich freie Schussbahn und versenkte das Leder im linken unteren Eck (2.). „Wir wollen unser Spiel durchziehen. Uns hinten reindrücken zu lassen, liegt uns nicht“, forderte Gerhard Martin vor der Begegnung von seiner Elf und entsprechend unbeeindruckt reagierte sie auf den frühen Rückstand. So entwickelte sich von Beginn an ein munteres Auf und Ab, bei dem beide Teams ihr Heil in der Offensive suchten. Als Sibylle Schöner schließlich schlecht postiert war, erkannte Anna Pflaum die Situation, stahl sich in deren Rücken frei und nahm ein kluges Zuspiel aus dem Mittelfeld auf. Von der rechten Strafraumkante traf sie letztlich mit einem wundervollen Schuss in den linken oberen Giebel zum frühen Ausgleich (11.). Nach Toren war der Gleichstand wieder hergestellt und auch auf dem Spielfeld schenkten sich beide Mannschaften nichts. Auf Seiten des TSV lief beinahe jeder Angriff über die Mittelfeldachse Keil-Hagen, wobei beide Youngster spieltechnisch zu überzeugen wussten und für manche Unruhe auf Seiten der Gastgeberinnen sorgten. Julia Hagen war es schließlich auch, der gehöriger Anteil am zweiten Treffer ihrer Farben zuzuschreiben war. Nach einem Sprint beinahe über das halbe Spielfeld erkämpfte sie sich das Leder gegen Judith Gundalach und hatte anschließend das gute Auge für das Anspiel in die Spitze. Über eine gelungene Ballstafette gelangte es auf den Flügel zu Jessica Keil, deren maßgenaue Flanke erneut Annika Lulei am Fünfmeterraum zum 1:2 in die Maschen nickte (22.). „Jetzt aber wach bleiben“, versuchte Nico Günther von außen die Konzentration seiner Damen hoch zu halten, damit nicht postwendend die redlich verdiente Führung wieder egalisiert werden würde. Es half nichts! Unmittelbar nach dem Anstoß gelangte das Spielgerät zu Kerstin Zahnleiter, die es eher harmlos in den Strafraum schlug. Gleich drei Staffelsteiner Verteidigerinnen brachten jedoch das Kunststück fertig, selbiges passieren zu lassen, so dass Kamila Winiarska dankend zu ihrem zwölften Saisontreffer abstauben konnte. Wieder war der TSV in Zugzwang und wieder taten sie das Nötige, um die Partie erfolgreich zu gestalten. Stappenbach spielte durchaus ansehnlich mit, hatte in Libera Stephanie Krämer einen Fels in der defensiven Brandung und in der einsatzfreudigen Carina Nastvogel einen ständigen Unruheherd, doch spielerisch waren die Gäste die überlegene Elf. Insbesondere Standardsituationen sorgten immer wieder für Gefahr, da der TSV eindeutig die Lufthoheit innehatte und so zu gefährlichen Möglichkeiten kam. In der 32. Minute flog wieder einmal ein Eckstoß in den DJK-Strafraum, der für einiges Durcheinander sorgte. Am Ende war es die bedauernswerte Mosiunyane Antoni, die das Leder per Kopf ins eigene Tor lenkte. Die dritte Führung der Gäste sollte vorerst Bestand haben, auch wenn die Hintermannschaft um Verena Lempa mitunter ihr Übriges tat, um diesen Zustand erneut zu ändern. Stellungsfehler und Abstimmungsschwierigkeiten begünstigten immer wieder Chancen für die DJK. In der 46. Minute war es Lempa, die sich überlaufen ließ und Carina Nastvogel sprintete in hohem Tempo mit dem Ball am Fuß aufs gegnerische Gehäuse zu. Sie machte alles richtig, suchte den Abschluss und fand in der glänzend reagierenden Anna Grasser, die somit ihren Farben die Halbzeitführung sicherte, dennoch ihre Meisterin.

Spiel-Stenogramm
TSV Staffelstein: Grasser A., Eller S. (75. Brunner), Ullrich, Gierlich, Lempa, Lulei (79. Hensel), Keil, Hagen, Lins (89. Kolb), Schöner    (65. Lieb), Eller L.
Tore: 0:1 Lulei (2.), 1:1 Pflaum (11.), 1:2 Lulei (22.), 2:2 Winiarska K. (23.), 2:3 Eigentor (32.)
Spieler des Spiels
 
Jessica Keil
(TSV Staffelstein)


Was die 18-Jährige auch anstellte - es hatte Hand und Fuß. Sie rackerte in der Defensive und startete von dort ebenso gefährliche Angriffe wie aus dem zentralen Mittelfeld heraus, indem sie die Bälle sicher verteilte. Gelegentlich hätte sie mehr Zug zum Tor zeigen dürfen, doch das soll ihren famosen Auftritt nicht schmälern!
Stimmen zum Spiel
 
Gerhard Martin
(Trainer DJK Stappenbach)

"Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele individuelle Fehler gemacht. Der Gegner war sehr kopfballstark und uns in der Luft einfach überlegen. Meiner Mannschaft kann ich nicht viel vorwerfen, denn sie hat gut gekämpft. Durch ein Eigentor zu verlieren ist natürlich ärgerlich. Ein Unentschieden wäre vielleicht gerecht gewesen."
 
Nico Günther
(Co-Trainer TSV Staffelstein)

"Im Endeffekt war der Sieg schon verdient, weil wir vielleicht auch - wie beim Eigentor - das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite hatten. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut agiert und zwei dumme Gegentore bekommen. Ich bin stolz auf meine Mädels. Ich denke, dass es bis zum Schluss ein Zweikampf zwischen diesen beiden Mannschaften werden wird, bei dem Walsdorf und Drosendorf 2 das Zünglein an der Waage sein können."
 
Carina Nastvogel
(Torjägerin DJK Stappenbach)

"Die Niederlage durch ein Eigentor ist natürlich ärgerlich und ich denke, wir haben heute einfach ein wenig Pech gehabt. Letztlich ist es kein Beinbruch, denn wir haben die ganze Rückrunde noch vor uns. Ein Unentschieden wäre zwar verdient gewesen, doch im Hinspiel haben wir gewonnen und da wäre ein Unentschieden wohl auch das gerechtere Ergebnis gewesen. So gesehen, gleicht sich das wieder aus."
Schiedsrichter
Paul Hennemann
(DJK-SV Sambach e.V.)


Pfiff weitgehend fehlerfrei, auch wenn er seine klare Linie im zweiten Spielabschnitt ein wenig verlor. Legte die Vorteilsregel sehr gut aus und strahlte insgesamt Ruhe aus!
 

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